Corona durchkreuzt Politik – Bürgermeisterwahl verschoben

24.03.2020

Eigentlich sollte es am 25. März losgehen, nämlich die Wahl eines neuen Bürgermeisters in Moorrege.

Aber Corona bringt alles durcheinander. So müssen wir uns noch etwas gedulden. Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg hatte sich letzten Herbst entschlossen, sein Amt abzugeben. Nach 26 Jahren erfolgreicher und ereignisreicher Amtsführung sicher keine leichte Entscheidung. Jeder Moorreger weiß, was wir ihm alles zu verdanken haben. Unter seiner engagierten Amtsführung hat sich das Gesicht Moorreges nachhaltig und positiv verändert.
Aber nun gilt es nach vorne zu blicken. Die CDU-Fraktion hat mich am 4.11.2019 einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Auch rechne ich mit den Stimmen von Bündnis 90/Grünen, unseren politischen Partnern. Die SPD-Fraktion hatte letzten Montag zu einer Kandidatenvorstellung  eingeladen, um sich ein Bild von den beiden Bewerbern zu machen. Leider fiel auch dieser Termin aus den bekannten Gründen ins Wasser.
Ich bin manches Mal gefragt worden: Warum tust du dir das an? Nach 30 Jahren als Schulleiter kannst du doch den Ruhestand genießen!“ Stimmt, das habe ich auch getan, aber immer aktiv. Ein behütetes Leben war nie mein Ding. Das Leben ist für mich eine Perlenkette an Zielsetzungen: Ziele setzen – Ziele erreichen – neue Ziele definieren.

So habe ich mir jetzt das Bürgermeisteramt als Ziel gesetzt, und zwar aus 3 Gründen :
1. Es hat sich ein Bedarf ergeben. Das Amt muss besetzt werden.
2. Die vielfältigen Aufgaben im Zentrum der Gemeinde Moorrege sind eine hochinteressante Herausforderung, der ich mich gerne stellen möchte.
3. Mich reizt der direkte Kontakt und der offene Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern, Politik, Vereinen, Institutionen, Wirtschaft usw.

Mir ist klar, dass dieses Amt höchste Ansprüche an den Bewerber stellt: Es erfordert Teamgeist, Überzeugungskraft und Motivationsfähigkeit, gesunden Menschenverstand, schnelle Auffassungsgabe gepaart mit Entscheidungs-und Entschlusskraft. Mein Ziel ist es jedenfalls, Bürgermeister aller Moorreger Bürgerinnen und Bürger zu sein. Ich glaube, wir müssen mehr miteinander reden, einen Dialog auf Augenhöhe führen und versuchen mehr Verständnis für die jeweils andere Position zu wecken. Gerade in der Politik sollte das Motto sein: Kompromisse statt Konfrontation. Lieber Brücken bauen, statt Mauern errichten!
Für diese anspruchsvolle Zielsetzung bringe ich gute Ressourcen mit: eine solide Verwaltungsausbildung zum Kreisinspektor und meine Berufserfahrung als Schulleiter, die ähnliche Tugenden erforderte.

Was man von mir auf jeden Fall erwarten kann, sind 3 Dinge:
1. Liebe und Begeisterung für das Amt,
2. Fairness und Respekt mit allen Partnern und
3. Unbedingter Einsatzwillen, Fleiß und die Bereitschaft, mich mit vollem Einsatz für die Gemeinde Moorrege einzusetzen.

Insofern fühle ich mich gut gerüstet, bin hoch motiviert und
freue mich auf die Wahl sowie die dann hoffentlich folgende Arbeit.

In freudiger Erwartung grüßt
Wolfgang Balasus